Was versteht man unter Modalanalyse?
Bei der experimentellen Modalanalyse werden neben den Resonanzfrequenzen und Dämpfungen auch die den Eigenfrequenzen zugeordneten Schwingformen ermittelt. Jede Resonanz ist eindeutig mit einer geometrischen Schwingungsform, der sogenannten Eigenform (oder Modeshape) verbunden. Die Kenntnis von Frequenzantwort und Eigenformen bildet die Grundlage für konstruktive Maßnahmen zur gezielten Beeinflussung des Schwingungsverhaltens. Auch lässt sich hierüber eine Aussage treffen, inwieweit eine Resonanzfrequenz zur Schallabstrahlung beiträgt. Sofern bereits ein Prototyp existiert, ist die experimentelle Schwingungsanalyse zumeist wesentlich schneller, kostengünstiger und zuverlässiger als eine dynamische FEM-Berechnung.
Wie funktioniert die Modalanalyse?
Bei der experimentellen Modalanalyse wird ebenso wie bei der Schwingungsanalyse das Bauteil definiert im interessierenden Frequenzbereich angeregt. An den Punkten eines Messgitters das die Geometrie und die zu erwartenden Schwingungsformen abbildet, werden die Frequenzantworten aufgenommen. Durch Auswertung der Frequenzantworten in den Resonanzfrequenzen lassen sich die Eigenformen ermitteln und mithilfe einer Darstellung des Messgitters darstellen. Die oberen beiden Bilder zeigen die Vorbereitung einer Modalanalyse am Rotorblatt eines Luftschiffes.
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